Hintergrund der Studie

Regelmäßig körperlich aktiv zu sein ist eine bedeutsame Möglichkeit, selbst etwas für seine Gesundheit zu tun und Krankheiten vorzubeugen. Menschen, die nicht oder wenig körperlich aktiv sind, haben ein höheres Risiko für eine Vielzahl von Krankheiten. Wie körperlich aktiv ein Mensch seinen Alltag gestaltet, hängt zu einem gewissen Ausmaß von seiner körperlichen Aktivität im Jugendalter ab. Daher kann die Etablierung eines gesunden Lebensstils mit einem hohen Ausmaß an körperlicher Betätigung in der Jugend zu einem geringeren Risiko für viele Krankheiten führen.

Die Forderung nach mehr Bewegung im Alltag von Jugendlichen hat ihren Ursprung in der Annahme, dass die körperliche Aktivität von Jugendlichen in der heutigen Zeit nicht ausreicht, um einen gesunden Lebensstil zu fördern. Deshalb hat sich diese Studie zur Aufgabe gemacht, vor allem das Bewusstsein der Schüler/innen für eine Bewegungssteigerung im Alltag zu schärfen.

Das Forschungsvorhaben

In dem durch die Deutsche Krebshilfe geförderten und von dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) durchgeführten Forschungsvorhaben läuft. wird ein Klassenwettbewerb zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Alltag entwickelt, erprobt, umgesetzt und auf seine Wirksamkeit hin untersucht.

Das Forschungsvorhaben verfolgt unter Einbeziehung der Ebenen (a) Schülerinnen und Schüler, (b) Klassen, (c) Schulen und (d) Eltern, folgende Ziele:

  1. Konzeption eines multimodalen Klassenwettbewerbs zur Steigerung der körperlichen Aktivität im Alltag von Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 8
  2. Erprobung und formative Evaluation der Intervention an zwei Pilotschulen
  3. Implementierung der Intervention an ca. 30 Klassen in Schleswig-Holstein
  4. Summative Evaluation im Rahmen einer cluster-randomisierten kontrollierten Studie mit Fragebogen-, sportmotorischen und medizinischen Daten zu drei Messzeitpunkten

Die Datenerhebungen erfolgen zu drei Messzeitpunkten (prä-, post- und follow-up-Erhebung) über Fragebögen, Fitnesstestung und medizinische Untersuchung sowie Interviews und Gruppendiskussionen.